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Gelnhausen 04
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:: Boeing Stearman
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Flugplatzfest auf dem Flugplatz Gelnhausen 18. - 20. Juni 2004


Die beiden Gelnhausener Oldtimer, die Harvard T6 und die Boeing Stearman, begleiten uns seit den Anfängen von Biplanes.de. Dieses Jahr fuhren wir erstmals nach Gelnhausen um die beiden "Yellow Beauties" auf ihrem Heimatplatz zu sehen. Das Ganze wurde zu einer Art "T6 Festival" unter einem launischen Himmel im schönen Spessart.
Die Harvard war uns Schattenspender und Regenschutz zugleich denn das Wetter war zumindest am Samstag nicht gerade berauschend.


Etwas jedoch trübte die Stimmung unter den Piloten und den Fans der Harvard T6, denn dies sollte eines der letzten Wochenenden des Oldtimers in Gelnhausen sein.

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Zitate aus der Frankfurter Rundschau
Ausgabe vom 19 Juni 2004
"Man sehe sich leider gezwungen, die Genehmigung zum 30. Juni auslaufen zu lassen...
...dies liege "im Interesse der zukünftigen Entwicklung des Verkehrslandeplatzes Gelnhausen"

"Die Oldtimer-Flieger seien konsterniert, sagte Raab und könnten sich nicht erklären, was zu dieser Entscheidung geführt habe."

"Klagen über Fluglärm:
Die AT6 war mit ihrer wuchtigen Erscheinung und ihrem markanten Motorengeräusch in der Hochphase der Auseinandersetzungen um den Landebahnausbau schnell zum Hassobjekt Nummer eins bei Fluglärmgegnern geworden. Das soll sogar soweit geführt haben, dass die Eigner auch dann für Lärmbelästigungen verantwortlich gemacht wurden, wenn ihre Maschine friedlich am Boden stand oder sogar weit entfernt in England unterwegs war."

"...es sei alles getan worden um den Geräuschpegel aus dem AT6-Betrieb zu veringern, sagt Raab. "Wir haben unter anderem das Anflugverfahren geändert. Vom 1. Januar bis zum 15 Juni hatten wir insgesamt nur 10 Starts und 10 Landungen."

"Das gesamte Motorfluggeschehen in Gelnhausen kommt im Jahr auf 5000 Flugbewegungen."

"Aus Sicht der AT6 Eigner trägt das Bemühen um die Lärmminderung jedenfalls Früchte: Der Lärm von diesem Flugzeug spielt keine Rolle mehr."

"Selbst die schärfsten Kritiker aus dem Flugplatznahen Wohngebiet Weiherfeld "melden sich nicht mehr zu Wort". Dafür umso kategorischer der Gelnhäuser Bürgermeister: Jürgen Michaelis (CDU), bislang eher zu den Freunden der Fliegerei in Gelnhausen gerechnet und erst durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren kontra Landebahnbefestigung zum halbherzigen Kritiker gewendet, schlug im März in einem Brief an den Aero-Club harte Töne an. Der Verwaltungschef forderte mit Hinweis auf Beschwerden aus der Bevölkerung die "völlige Einstellung des Flugbetriebes der AT6". Bislang hatte der Verein derartige Verlangen ignoriert."

"Darin bestärkte ihn das Regierungspräsidium in Darmstadt. Die Behörde sieht keine Hinderungsgründe, die Sondergenehmigung für die AT6 - notwendig wegen ihres hohen Gewichts - in der Betriebserlaubnis des Landeplatzes zu verankern."

"Raab wähnt denn auch in den Fluglärmreklamationen nur "vorgeschobene Gründe" für die "Hetzjagd" auf die kunstflugtaugliche ehemalige Schulungsmaschine."

"Die AT6 Verbannung als inszeniertes Faustpfand? Derlei Zusammenhänge "kann ich so nicht bestätigen", sagte Erster Stadtrat Jürgen Degenhardt (CDU) der FR ausweichend. Allerdings zeigte er sich geneigt, das Thema Landebahn neu aufzurollen:"Wenn man zu einem sachlichen Gespräch käme, bin ich sehr dafür, das zu machen." Eine "geänderte Haltung des Aero-Clubs" könne ein Ansatz sein."

"Dass Sachargumente zur Landebahn in den vergangenen Jahren eine untergeordnete Rolle gespielt hätten, sei "sicher auch durch die Lärmentwicklung des gelben Flugzeuges" begründet. Wenn dieses beseitigt ist, sagte Degenhardt, "hat man eine neue Gesprächsgrundlage." Der Aero-Club Vorsitzende Hans Legorié lehnte gestern jegliche Stellungnahme ab."

Zitate Ende


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Kurios......

Der Flugplatz am Rande Gelnhausens liegt im Anflugbereich des Großflughafens Frankfurt a.M und man regt sich hier über eine EINZELNE, 62 Jahre alte Harvard T6 auf, welche innerhalb von 6 Monaten gerade mal 10 Starts und Landungen absolviert! Aber das Beste kommt erst noch! Der Lärm reicht sogar von England bis nach Gelnhausen!!

Während der Flugplatzkerb 2004 kreuzten unzählige vierstrahlige Airliner den Luftraum über dem Flugplatz und verursachten jede Menge Lärm. Mindestens drei Do27 Oldies stiegen am Fließband zu Rundflügen auf und landeten ebenso viele Male wieder.........und niemand beschwerte sich über den Lärm! Erst als die T6 ihren Motor anließ und EINMAL (mit Georg Raab und mir an Bord) an diesem Wochenende startete gab es Ärger. "Wir hätten das Programm gestört" Was für ein Programm? Den Samstag konnte man bezüglich des Programms vergessen! Das war alles nur Flickschusterei wegen des schlechten Wetters.

Übrigens...

Ich selbst wohne in unmittelbahrer Nähe eines Biker-Treffs mit einem dazugehörigen Biergarten!!! Von wegen Lärm. Ich würde liebend gern tauschen! Hätte ich eine Piste in den Maßen des Gelnhäuser Flugplatztes in der Nähe:

Die T6 dürfte landen und starten so oft wie sie wollte!!!

Aber so ist es nun mal in unserem guten alten Deutschland!
Meckern über alles, was in irgendeiner Form unbequem oder in diesem Fall
10 Mal in 6 Monaten LAUT ist...

...traurig, traurig!

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