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Dieter Gehlings KRUK PZL-106

Der Besitzer eines Luftfahrttechnischen Betriebes aus dem westfälischen Stadtlohn führt den "fliegenden Traktor" seit über 10 Jahren auf Flugshows in ganz Deutschland vor. "Das Flugzeug führt heute eigentlich ein Rentnerdasein", erzählt Gehling. "Im harten Agrarflugeinsatz", so der 40-jährige, "herrschten dagegen Bedingungen wie bei einem Formel-I-Boxenstopp." Die Zwischenlandungen auf einem etwa 700 Meter langen Randstreifen neben dem Acker waren perfekt geplant: Nach 200 Metern mußte das Flugzeug stehen. Dann wurde mit einem Spezialkran der Chemikalienbehälter innerhalb von einer Minute wieder aufgefüllt. Die Maschine startete sofort wieder. Rund 90 Starts und Landungen absolvierten die robusten Tiefdecker an einem zehn- bis elfstündigen Einsatztag. Die PZL-106 AR "Kruk" ist eine Weiterentwicklung der polnischen Agrarflugzeuge PZL- 101 und PZL- 104. Zwischen 1973 und 1992, so hat Gehling recherchiert, verließen etwa 250 Maschinen die Montagebänder der Herstellerfirma "Centrum Naukowo-Produkcynje Samolotow Lekkich - PZL" in Warschau. An die Agrarflugstaffeln in der ehemaligen DDR wurden rund 100 Exemplare des Typs ausgeliefert.

Dieter Gehling entdeckte seine Kruk durch Zufall. "Ein Privatmann", berichtet der Pilot aus Stadtlohn, "hat das Flugzeug kurz nach der Wende gekauft, aber konnte es nicht halten." Deshalb wurde die Maschine zerlegt und für die Verschiffung nach Venezuela vorbereitet. Zuvor hatte das südamerikanische Land bereits 30 Kruks aus DDR-Beständen gekauft. Die Lieferung nach Venezuela kam aber nicht mehr zustande. Das Flugzeug blieb fast drei Jahre auf dem Lagerplatz bei Anklam in Mecklenburg-Vorpommern liegen und stand kurz vor der Verschrottung.....................................weiter auf den Seiten von www.gehling-flugtechnik.de.
 
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