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Die hier abgebildete SIAI Marchetti befand sich im Dienst der belgischen Luftwaffe und sollte nach einer Grundüberholung mit fünf weiteren Maschinen Ende der siebziger Jahre an den Iran überstellt werden. Aufgrund politischer Veränderungen konnte die Maschinen jedoch nicht ausgeliefert werden und dieses Exemplar gelangte so 1980 im entmilitarisierten Zustand in den Besitz von Ralf Niebergall. Sie ist heutzutage die einzige Maschine in Deutschland, welche im Originalzustand der belgischen Luftstreitkräfte zu sehen ist.

Die SIAI Marchetti ist ein kompaktes und schnelles Flugzeug, ist bei vielen Piloten beliebt und wurde vom italienischen Flugzeugdesigner Stelio Frati entworfen. Die 1967 gebaute Maschine diente als Militärtrainer in Italien, Belgien, der Türkei und vielen anderen Ländern als Basis zur Instrumenten- und Kunstflugschulung. In dieser Funktion wird sie auch heute noch vermehrt genutzt. Eine bewaffnete Version wurde zur leichten Erdkampf-Unterstützung eingesetzt. In Amerika ist die SF-260 ein beliebter Air-Combat-Fighter mit dem simulierte Luftkämpfe durchgeführt werden.

Es gab mehrere Versionen dieser Maschine, wobei die SF-260M (Grundversion), die SF-260W (Warrior, Militärversion), die SF-260SW (Sea Warrior, Einsatz auf See) und die SF-260TP (PLT-Ausführung) die wichtigsten waren. Die erste Version SF-260A, die SIAI-Marchetti aus dem Dreisitzer der F-250 von Aviamilano entwickelte, war ein Misserfolg. Deshalb entschloss sich das Unternehmen unter der Bezeichnung SF-260M ein Anfängerschulflugzeug für militärische Zwecke abzuleiten.

Der Prototyp flog erstmalig am 19. Oktober 1970 und war mit einer verstärkten Zelle und einer Instrumentierung für verschiede Aufgaben ausgestattet. Diese Version der SIAI war ein voller Erfolg und SIAI-Marchetti entschloss sich dazu eine neue Version die SF-260W (Warrior) anzubieten. Diese Variante konnte eine Kampfmittelzuladung von 300 kg aufnehmen und eignete sich für leichte Kampfaufgaben, bewaffnete Aufklärung und Überwachung sowie Verbindungsflüge.

1976 folgte die SF-260SW (Sea Warrior) die für Such- und Rettungsaufgaben bei den Seestreitkräften eingesetzt wurde. Im Juli 1980 schließlich kam die SF-260TP auf den Markt. Diese Version besaß eine SF-260M Zelle mit einer Allison-Propellerturbine 250-BC17C mit 354 PS. Es wurden ca. 1.100 Maschinen der SIAI-Marchetti verkauft.
 
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